Krankheit

Magenkrebs

Hier erfahren Sie mehr über die Symptome eines Magenkarzinoms, wie er diagnostiziert und behandelt wird.

Warnzeichen und Symptome

Die ersten Anzeichen eines Magenkarzinoms sind unspezifisch, weswegen es nicht sofort entdeckt wird. Schmerzen im oberen Bauch, Übelkeit und Appetitlosigkeit können genauso Anzeichen einer Gastritis oder anderen Erkrankungen des Magen seins.
Wenn die Beschwerden anhalten und nicht verschwinden, sollten Sie diese unbedingt von Ihrem Hausarzt abklären lassen. Eine Früherkennung des Magenkarzinoms verbessert die Heilungschancen.

Ein Magenkarzinom im Frühstadium zeigt oftmals gar keine Anzeichen.
Völlig unspezifische Symptome können Übelkeit und Appetitlosigkeit, aber auch Bauchschmerzen und eine Abneigung gegen bestimmte Speisen sein. Solche Symptome verspürt wahrscheinlich jeder einmal und sie können harmlose Ursachen haben.
Sobald die folgenden Symptome nicht verschwinden, ist es an der Zeit einen Arzt aufzusuchen:

– länger anhaltende Schmerzen oder Druckgefühl im Oberbauch
– während des Essens oder danach Schmerzen im Bauch
– Schluckbeschwerden welche das Essen behindern
– häufige Übelkeit und Erbrechen
– Appetitmangel
– ungewollter Gewichtsverlust
– länger anhaltende Leistungsunfähigkeit, Schlappheit
– ungewöhnliche dunkle Färbung des Stuhls, auch Teer-Stuhl genannt, könnte auf Blutungen im Magen hindeuten

Diagnose

Da Magenkrebs in Deutschland vergleichsweise selten vorkommt, ist ein Früherkennungs-Screening in der üblichen Krebsvorsorge nicht vorgesehen. Sie würde zu vielen gesunden Menschen unnötige und belastende Untersuchungen zumuten.

Folgende Untersuchungsverfahren werden für eine Magenkrebs-Diagnose herangezogen:

– Die Gastroskopie oder auch Magenspiegelung genannt. Ein Schlauch mit einer kleinen Kamera an der Spitze wird durch die Speiseröhre in den Magen eingeführt. Veränderungen der Magenschleimhaut können so entdeckt werden. Außerdem werden Gewebeproben von verdächtigen Veränderungen an den Magenwänden entnommen und mikroskopisch im Labor untersucht. Dieser Vorgang wird auch Biopsie genannt.

– Die Röntgenuntersuchung. Bei dieser Untersuchung erhält der Patient ein Bariumhaltiges Mittel zum Herunterschlucken, so werden die Magenwände und andere Veränderungen auf dem Röntgenbild besser dargestellt und die Ärzte können krankhafte Veränderungen feststellen.

– Die Messung des Verdauungsenzyms Pepsin im Blut. Wenn die Konzentration des Enzyms zu gering ist, weist das auf eine chronische Magenschleimhautentzündung hin, welche als Risikofaktor für Magenkarzinome gilt.

– Nachweis des Bakteriums Helicobacter pylori, welches auch ursächlich für eine chronische Gastritis sein kann. Das Bakterium wird entweder durch eine Gewebeprobe oder durch Stoffwechselprodukte in der Atemluft, durch Antikörper im Blut oder Stuhl nachgewiesen.

Zur weiteren Abklärung untersucht der Hausarzt Sie gründlich und überweist Sie bei einem Verdacht auf schwerwiegendere Magenerkrankungen zu einem Spezialisten. Mittels Magenspiegelung und Gewebeentnahme kann festgestellt werden, ob ein Magenkarzinom vorliegt. Diese Untersuchungen können in spezialisierten Praxen ambulant oder in der Klinik während eines stationären Aufenthaltes durchgeführt werden.

Behandlung

Die Therapiemöglichkeiten sind unterschiedlich und bei jedem Patienten individuell, je nachdem wie weit sich der Krebs ausgebreitet hat, ob sich Metastasen gebildet haben und wie der Allgemein Zustand des Betroffenen ist.

Kleine Tumore, die sich auf die Magenschleimhaut beschränken, können mittels Endoskop entfernt werden. Bei größeren Tumoren ist eine offene Operation oftmals nötig, bei der der Tumor möglichst vollständig entfernt werden soll. Oftmals wird zusätzlich eine Chemotherapie durchgeführt, um den Tumor vor der OP zu verkleinern und die Heilungschancen zu verbessern.
Die Größe des Tumors, sein Wachstumsverhalten und die Erfolgsaussichten beeinflussen die Entscheidung der Ärzte, ob ein Teil oder der ganze Magen entfernt werden müssen.
Hier wird zwischen Lebensqualität und Heilungsaussichten abgewogen und die Entscheidung mit dem Patienten gemeinsam getroffen.

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